Steine in der Dreieich
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Grenzsteine


Stein 73Schon als Kind war ich fasziniert von den großen, rätselhaften Grenzsteinen am Waldrand des „Birkenecks" im südlichen Buchschlager Wald in Dreieich. Diese Steine waren damals für mich Zeugnis einer nicht fassbaren, dunklen und  geheimnisvollen Vergangenheit.  

Eine Publikation in "Landschaft Dreieich" (2010) von Martin Kaltenbach war Anlass, mich näher mit diesen Grenzsteinen zu befassen. Sie markieren seit 1783 die ehemalige Grenze zwischen dem Fürstentum Ysenburg und der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt. Ich hatte großen Spaß, alle noch existierenden Grenzsteine (73 von ehemals 115) zu identifizieren und zu dokumentieren. Seit dieser Zeit arbeite ich ehrenamtlich als Obmann des Hessischen Amtes für Bodenmanagement und Geoinformation für die Erfassung von historischen Grenzsteinen.

In dieser Website möchte ich die von mir gesammelten Informationen einem interessierten Publikum zur Kenntnis geben. Damit möchte ich Verständnis wecken für die kulturhistorische Bedeutung dieser Kleindenkmale, die nur im Kontext mit ihrem ursprünglichen Standorten wirklich zur Geltung kommt. Einem Grenzstein in einem Privatgarten fehlt ein Teil seiner Identität. Weiterhin möchte ich sehr deutlich machen, dass alle hier aufgeführten Grenzsteine sorgfältig dokumentiert sind und auch in Privatgärten identifizierbar sind! Der Diebstahl eines Grenzsteines ist prinzipiell strafbar. 

GrenzkarteAuf der rechts aufrufbaren Karte des Dreieichgebietes sind die mit historischen Grenzsteinen versehenen Grenzen in unterschiedlichen Farben abgebildet.  Durch Anklicken der Buchstabenkombination gelangen Sie direkt zur jeweiligen detaillierten Grenzbeschreibung.


GrenzkarteDie Grenzmarkierung von 1783 zwischen Ysenburg und Hessen Darmstadt (Y-HD) ist gut dokumentiert. Die Grenze verläuft von der Autobahn A 3 an der Gehspitz über Buchschlag, dem Paddelteich bei Langen zu den Sportplätzen südlich Dreieichenhains. Mit diesem Link erhalten Sie detaillierte Informationen über den Grenzverlauf, die Historie der Besteinung, den aktuellen Status der Grenzsteine und vieles mehr.

GrenzkarteSeit 1255 besaßen die Hanauer Grafen (später Hanau-Lichtenberg) ein schmales Stück Land im Koberstädter Forst. Die Grenzlinie zu dem Ysenburger Besitz wurde 1648 zum ersten mal besteint. Erfahren Sie mehr über die Ysenburgisch - Hanau Lichtenberger Grenze (Y-HL). 

GrenzkarteDie westliche Grenze des Kreises Offenbach deckt sich mit der Grenze der Urmark Langen (wie 834 beschrieben). Sie hat eine interessante Geschichte. Hier kommen Sie zu den Grenzsteinen des Egelsbacher und Langener Eigenwaldes (EG-LA).

GrenzkarteDie heutige Nordgrenze von Zeppelinheim und Neu-Isenburg war früher die Grenze zwischen der Freien Reichsstadt  Frankfurt und dem Großherzogtum Hessen (F-GH). Lesen Sie hier auch etwas über das Hölzerne Kreuz und den Schäfersteinpfad im Frankfurter Stadtwald.
GrenzkarteEntlang der Main-Neckar-Bahn (MNB) südlich und nördlich von Buchschlag findet man eine Reihe von Markierungssteinen aus dem Jahr 1838, die uns in die Entstehungsgeschichte dieser Bahnlinie führt. Einer davon steht jetzt im Eisenbahnmuseum in Darmstadt- Kranichstein. Weiterhin werden die Steine an dem Abzweig der Dreieichbahn beschrieben.

GrenzkarteAm nördlichen Rand der Koberstadt bei Langen hat Landgraf Ludwig (LL) die Grenze seiner Besitztümer zu dem Dorf Langen (L) besteint. Finden Sie hier die Einzelheiten dieser Gütergrenzlinie. (LL-L).


GrenzkarteDie Grenzlinie zwischen dem Domanialwals des Landgrafen Ludwig (LL) und der Feldgemarkung von Egelsbach (E) und deren Veränderungen im Laufe der Zeit wird im Kapitel LL-E Gütersteine beschrieben. Ein schöner Spaziergang!

GrenzkarteDie südliche Grenze der Landschaft Dreieich, die Grenze zwischen den Kreisen Offenbach und Darmstadt-Dieburg wird im Kapitel OF-DA Grenzsteine beschrieben. Sie verläuft vom "Egelsbacher Zwickel" westlich des Flugplatzes bis zur Straße von Offenthal nach Messel.

GrenzkarteDie Fortsetzung dieser Grenzlinie entlang des Rutschbaches nach Osten und dann nach Norden entlang der Grenze von Offenthal und Urberach wird im Kapitel OT-UR Grenzsteine beschrieben (in  Bearbeitung).


GrenzkarteDer Fürstlich Ysenburgische Oberwald lag östlich der Sprendlinger und Götzenhainer Gemarkung. Die Grenzsteine können Sie mit einer Wanderung rund um den Neuhof aufsuchen. Entdecken Sie den Verbindungsgraben vom Kirchbornweiher zum Neuhof. Hier geht es zur Beschreibung dieser FJ-SG Grenzsteine  

GrenzkarteIm Grenzgebiet von Offenthal, Götzenhain und Dietzenbach gibt es Grenzsteine entlang der dort verlaufenden Dreieicher Ringlandwehr, um die Hundslochwiese und um das Waldstück "das Birken". Klicken sie auf GO-DI Grenzsteine, wenn Sie mehr darüber wissen wollen.

GrenzkarteIn dem Kapitel SP-GO Grenzsteine wird die Grenze zwischen Sprendlingen und Götzenhain (sowie Dreieichenhain) beschrieben, d. h. die Grenze von der Lettkaut über die Theisenmühle und die Hub, westlich des Neuhofs und entlang der Luderbachaue bis zur Dietzenbacher Gemarkung (in Bearbeitung).

GrenzkarteDie Grenzsteine an der Dietzenbacher Verbindungslandwehr zwischen der Straße Dietzenbach-Götzenhain und dem S-Bahn Übergang in der Nähe von Patershausen können im Kapitel DIVL Grenzsteine eingesehen werden. Sie trennte das Isenburger Terriitorium von dem Hanauischen.

GrenzkarteDer Schönborner Wald (oder Gravenbrucher Wald) grenzte an den Fürstlich Ysenburger Wald, den Deutschherrenwald und der Biegermark (später Heusenstamm). Dieser Wald zwischen Neu-Isenburg und Heusenstamm war rundherum besteint. Lesen Sie mehr darüber im Kapitel SBGR Grenzsteine.

RM-BM GrenzenDie Nord- und Ostgrenze von Dietzenbach war früher die Grenze der Röder Mark zum Schönbornschen Patershausen, zur Bieger Mark und zur Feldmark von Ober-Roden. Lesen Sie im Kapitel RM-BM Grenzsteine mehr über diese Grenzen und deren Besteinung.

Es gibt in der Landschaft Dreieich einige interessante neuere Grenzsteine, die es wert sind, beschrieben zu werden. Es gibt aber auch historische Grenzsteine, die als einzelne Steine auf ihren Originalplatz oder in Privatgärten stehen.

Die Rostadt, eine Sprendlinger Gemarkung, ist ein geschichtsträchtiges Gebiet. Lesen Sie hier über Grenzen und Grenzsteine in der Rostadt und folgen Sie der dort vorgeschlagenen Wanderung.

Die Grenzsteine in Offenbach (gegen Frankfurt, dem ehmahligen Forst Offenbach, Deutschherrenwald und Schönborner Wald hat Luise Hubel aus Offenbach in einem handgefertigten Buch 2001 dokumentiert, das im Stadtarchiv Offenbach unter der Signatur H 49/2 einzusehen ist.
Die Grenzsteine rund um Mörfelden-Walldorf wurden von Ludwig Schulmeyer und Marianne Scholl erfasst. Eine Landkarte mit den Standorten und Alben mit Fotos sind im Heimatmuseum in Mörfelden ausgestellt.